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Caritasverband Konstanz

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Eine Reise mit Folgen

Der Caritasverband Konstanz hat seit 2008 eine Partnerschaft mit einem Straßenkinderprojekt im Niger 

Im Spätjahr 2007 reiste Prof. Günter Tomberg, Vorstand des Caritasverbands Konstanz, mit Caritas international ins ärmste Land der Welt: nach Niger. Als er zurückkam, hatte er keine Reiseandenken im Gepäck, sondern die Idee für eine Projektpartnerschaft.

Niger - Kinder
Lebensfreude trotz Armut: Kinder in Niger
Foto: Caritas international

Einmal im Jahr bietet Caritas international für Führungskräfte der Caritas Dialogreisen an. 2007 führte die Reise die 14-köpfige Gruppe nach Niger (Reisebericht). "Das war eine unglaubliche Erfahrung und eine große Bereicherung", schwärmte Günter Tomberg nach seiner Rückkehr. "Wir haben viele tolle Eindrücke von diesem Land mitbekommen und waren an Orten, wo noch nie zuvor ein Weißer war." Tomberg hielt Vorträge über die Reise, zeigte Bilder und steckte mit seiner Begeisterung viele Menschen im Caritasverband und in der Stadt Konstanz an. Schnell war klar: Wir wollen etwas tun!
 
Die Projektpartnerschaft


Gemeinsam mit Caritas international wurde ein Partnerprojekt für den Caritasverband Konstanz ausgewählt, das Günter Tomberg bei seiner Reise besucht hatte: In Niamey, einer der großen Städte Nigers, unterstützt Caritas international ein Projekt für Straßenkinder. Es gibt dort unter anderem Alphabetisierungskurse und die Möglichkeit eine Ausbildung zu machen, aber auch Freizeitangebote wie Straßentheater oder Straßenfußballturniere. Die Sozialarbeiter versuchen wieder Kontakt mit den Familien herzustellen und ermöglichen den Kindern den Zugang zu einer Basis-Gesundheitsversorgung. Über Sendungen im lokalen Radio wird auf das Projekt aufmerksam gemacht und über Kinderrechte informiert.
(Mehr über das Straßenkinderprojekt in Niamey)


Obwohl die Kinder in afrikanischen Ländern unter anderen Bedingungen leben müssen als Menschen in Deutschland, gibt es doch viele Gemeinsamkeiten. "In unserem Jugendprojekt "Jugend-Arbeit-Zukunft" unterstützen auch wir zum Beispiel junge Menschen dabei, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Viele der Jugendlichen haben keine Zukunftsperspektiven und brauchen Unterstützung dabei, ihr Leben eigenständig in die Hand zu nehmen", erklärt Günter Tomberg. Auch viele andere Projekte aus dem Bereich "Hilfen zur Arbeit" haben Ähnlichkeiten mit der Arbeit in Niger. Das gemeinsame Thema ist die Befähigung von Kindern, Jugendlichen und arbeitslosen Menschen.
 
Konstanz hilft


Aus den Vorträgen von Prof. Tomberg entstanden verschiedene Initiativen. So verkaufte etwa die 7. Klasse der Konstanzer Geschwister-Scholl-Schule in der Pause selbstgebackenen Kuchen und spendete den Erlös für das Straßenkinderprojekt in Niamey. Auch der Konstanzer Lions-Club beteiligte sich, gemeinsam mit den Clubs aus Fontainebleau (Frankreich) und Lodi (Italien), mit einer großen Spende.

KN 6
Benefizkonzert für Niger
Foto: Caritasverband Konstanz e.V.

Ein Höhepunkt der Partnerschaft war ein Benefiz-Konzert im März 2009, das in Kooperation mit dem Caritasverband Singen-Hegau und dem Kloster Hegne in der dortigen Klosterkirche stattfand. Der Dingelsdorfer Gospelchor "White face - Black soul" sang Gospels und afrikanische Lieder, Mitarbeiter/innen des Caritas-Altenpflegeheims St. Marienhaus in Konstanz boten afrikanisches Gebäck und Tee an, und afrikanische Mitarbeiter des Verbandes trugen Texte aus ihren Heimatländern vor. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt und alle Gäste waren von der Musik und den Bildern aus Niger sehr beeindruckt. Der Abend brachte mehr als 6000 Euro an Spenden ein.

Prof. Günter Tomberg hat persönlich die Erfahrung gemacht, dass es weltweit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, die im Namen der Caritas für ihre Mitmenschen arbeiten. Diese Erfahrung bringt er nun in den Caritasverband Konstanz ein und hat bereits viele seiner Mitarbeitenden damit begeistert. "Zu erfahren, dass wir alle für die eine Sache arbeiten, ist sinnstiftend und weitet den Blick. Mit unserer Partnerschaft möchten wir den Kolleginnen und Kollegen und vor allem den Straßenkindern in Niamey Hoffnung und Zuversicht geben."

Von Johanna Klumpp, CV Konstanz

Caritasverband Konstanz e.V.
Uhlandstr. 15
78464 Konstanz
Kontakt: Johanna Klumpp
Tel.: 07531-1200100
Mail: klumpp@caritas-kn.de  
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