Caritas für Caritas - Caritas Amberg unterstützt Kindersoldaten

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Es gibt ein Leben nach dem Krieg

Der Caritasverband Amberg-Sulzbach unterstützt ehemalige Kindersoldaten im Kongo

Die Verschleppung und Zwangsrekrutierung von Kindern in Armeen und Rebellengruppen gehört zu den finstersten Kapiteln des Bürgerkrieges im Kongo. Der Caritasverband Amberg-Sulzbach unterstützt ein Zentrum für ehemalige Kindersoldaten in Goma.

Neben dem unsagbaren Leid, das der Bürgerkrieg im Kongo seit 1996 verursacht hat, hinterlässt er Tausende zutiefst traumatisierter Jungen und Mädchen, denen ihre Kindheit und der Weg zu einer normalen Entwicklung geraubt wurden. Die Caritas Goma betreut ehemalige Kindersoldaten in fünf Übergangszentren und versorgt sie medizinisch und psychologisch. Ziel ist die Rückkehr in ihre Familien. (Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt.)

Nach der Demobilisierung: ehemalige Kindersoldaten in Kongo
Nach der Demobilisierung: ehemalige Kindersoldaten in Kongo

Der Caritasverband Amberg-Sulzbach unterstützt diese Arbeit im Rahmen einer Projektpartnerschaft.  Diese Partnerschaft kam im April 2007 auf Anfrage des CV Amberg-Sulzbach bei Caritas international zustande. "Es ist wichtig, über den eigenen Tellerrand hinauszusehen und sensibel zu sein für die Nöte von Menschen auf anderen Kontinenten", erklärt Geschäftsführer Alfons Kurz. "Wir wollten uns aus diesem Grund für ein Projekt in Afrika engagieren." Wenn Kurz "wir" sagt, so meint er damit sein gesamtes Team, das sich in Mitarbeiterversammlungen für die Projektpartnerschaft aussprach. 

Viele Mitarbeiter/innen engagieren sich, damit Spenden in das Projekt fließen, um die Resozialisierung ehemaliger Kindersoldaten zu unterstützen. Mehrere Einrichtungen des Caritasverbands Amberg-Sulzbach haben eigene Steuerungsgruppen, die als Ansprechpartner für die Projektpartnerschaft dienen und Spendenaktionen initiieren. Durch Einnahmen bei Sommerfesten und Tombolas oder durch die Zusammenarbeit mit einer Pfarrei (Gottesdienst-Kollekte) gelingt es so, jährlich rund 2000 Euro für das Projekt zu sammeln.

Ein Highlight war der Besuch der Ex-Kindersoldatin China Keitetsi im Juni 2008 in Amberg, bekannt  durch ihr Buch "Sie nahmen mir meine Mutter und gaben mir ein Gewehr". Wie es den Kindern in ihrem Partnerprojekt geht, erfuhren die Caritas-Mitarbeiter/innen aus erster Hand, als im Februar 2009 der Journalist Alexander Bühler in Amberg einen Vortrag hielt. Bühler war zuvor im Kongo gewesen und berichtete von den neu aufflammenden Kämpfen mit Rebellentruppen und der Situation in den Übergangslagern für Ex-Kindersoldaten. Aus Sicherheitsgründen waren einige der Übergangslager geschlossen worden, die Kinder kamen vorübergehend in einem Waisenhaus unter. Inzwischen sind wieder alle fünf Übergangslager geöffnet.

Eine Reportage aus dem Projekt wurde im Newsletter Caritas für Caritas, Ausgabe 1/2009, veröffentlicht.


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