
Um über den Tellerrand der eigenen sozialen Arbeit hinauszuschauen, hat der Caritasverband Düsseldorf Anfang 2009 einen Kontakt
nach Tansania geknüpft und eine Projektpartnerschaft mit dem Caritas-Rehabilitationszentrum für behinderte Kinder und Jugendliche in Monduli begonnen. Im Juni 2009 kamen die beiden Leiterinnen der Einrichtung in Monduli, Anna Mollel und Mireile Kapilima, nach Düsseldorf.
Im Sommer 2010 werden drei Düsseldorfer Caritas-Kollegen zum Gegenbesuch nach Tansania aufbrechen.
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| Fröhlicher Austausch: Mireile Kapilima mit Ronald Vogel und Günther Fuchs (beide CV Düsseldorf), Anna Mollel und Stefan Teplan (Caritas international) (v. l.) |
| Foto: Caritas international |
"Besonders beeindruckt haben mich die Gelassenheit und Bescheidenheit der beiden Frauen", bilanzierte die Düsseldorfer Caritas-Mitarbeiterin
Maria Peters nach dem Besuch von Mollel und Kapilima. "Sie machen ihre Arbeit unter ziemlich widrigen Umständen und arbeiten
mit persönlich stark fordernden Klienten; ihre Arbeit geht ans Herz. Ich finde, das ist sicher eine große Aufgabe, und dennoch
arbeiten sie mit sehr großem Engagement, Gottvertrauen und Eifer und stecken andere damit an. Sie sehen ihre Arbeit als Berufung,
nicht als Job."
Fürsorge für Menschen mit Behinderung
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| Im Behindertenprojekt in Monduli lernen Mütter, ihre Kinder mit Behinderung zu fördern |
| Foto: Caritas international |
Tansania liegt im Osten Afrikas und ist eines der ärmsten Länder der Welt. In Monduli, 45 Kilometer westlich der Stadt Arusha,
kümmert sich das Caritas-Projekt Huduma ya Walemavu (Swahili für "Fürsorge für Menschen mit Behinderung") um die medizinische
Versorgung von behinderten Kindern und Jugendlichen zu Hause in ihren Dörfern und im Rehabilitationszentrum in Monduli. 700
Kinder und Jugendliche erhalten hier jährlich eine umfassende Rehabilitation. Ihre orthopädischen Hilfsmittel werden in der
hauseigenen Werkstatt hergestellt und angepasst. Mitarbeiter/innen schulen die Mütter, damit sie ihre Kinder optimal fördern
können. Ziel ist es, die Kinder so selbstständig zu machen, dass eine Integration in Regelschulen möglich ist.
Die Zahl behinderter Menschen ist in Tansania auffallend hoch. Behinderungen gelten hier als böser Fluch - behinderte Kinder
werden vor den Blicken der Nachbarn versteckt oder sogar getötet. Eine wichtige Aufgabe des Gesundheitsteams im Rehazentrum
besteht deshalb darin, behinderte Kinder in den Dörfern aufzuspüren und das Bewusstsein von Eltern und Dorfgemeinschaften
für die Probleme und Bedürfnisse dieser Kinder zu wecken.
Die Kooperationsvereinbarung zwischen Düsseldorf und Monduli läuft zunächst für drei Jahre. Der Caritasverband Düsseldorf
bemüht sich, Interesse an Kultur und Lebensbedingungen in Tansania zu wecken, und will das Projekt "Huduma ya Walemavu" jährlich
mit 10.000 Euro unterstützen.
Von Cordula Spangenberg, CV Düsseldorf
Hier erfahren Sie mehr über das Projekt in Tansania.
Kontakt:
Cordula Spangenberg
Pressesprecherin / Öffentlichkeitsarbeit
Caritasverband Düsseldorf
Hubertusstraße 5
40219 Düsseldorf
Telefon 0211 / 16 02 - 16 02
Telefax 0211 / 16 02 - 11 10
Cordula.Spangenberg@caritas-duesseldorf.de
http://www.caritas-duesseldorf.de/