
Zum fünften Mal in Folge veranstaltete Caritas interational zusammen mit deutschen Caritasverbänden und Einrichtungen die
Lichteraktion "Eine Million Sterne", und diesmal machten mehr Organisationen mit als je zuvor: An 71 Orten in ganz Deutschland
erstrahlten öffentliche Plätze im Glanz der Kerzen, die in Form von Sternen, Flammenkreuzen oder Spiralen aufgestellt waren.
Hier finden Sie eine Auswahl der schönsten Foto-Imressionen: http://www.flickr.com/photos/caritasinternational/sets/72157628079900065/
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| In Dachau erlebten Ofelia Bustillos und Enrique Castaños die Aktion "Eine Million Sterne" mit, bei der für ihre Arbeit mit behnderten Menschen in Bolivien gesammelt wurde. |
| Foto: Jan Greune / Caritas international |
200 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dachau erlebten mit, wie am 12. November um 16.30 Uhr auf dem Ernst-Reuter-Platz die erste Kerze engezündet wurde. Unter ihnen, als
Ehrengäste gewissermaßen, Ofelia Bustillos und Enrrique Castaños von der Caritas in Bolivien. Für ihre Arbeit mit Menschen
mit Behinderung sammelte Caritas international bei der diesjährigen Aktion "Eine Million Sterne", die an 71 Orten in ganz
Deutschland zeitgleich öffentliche Plätze in Lichtermeere verwandelte. Die Gäste aus Lateinamerika waren gerührt von der Anteilnahme
der Anwesenden und von der Solidarität der deutschen Caritas. Mit den Spenden möchten sie Hilfsmittel für die Förderung der
Menschen mit Behinderung anschaffen und das Netzwerk der Freiwilligen in Bolivien weiter ausbauen, um noch mehr Familien mit
behinderten Kindern zu erreichen.
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| Auf dem Freiburger Rathausplatz hielten bei schönstem Spätherbstwetter zahlreiche Passanten inne. |
| Foto: Irene Bär |
In Stuttgart leuchteten mehr als 3000 Kerzen in Form des Caritas-Flammenkreuzes auf dem Schlossplatz und lockten tausende Passanten an.
Eine Kindergruppe trommelte und ein Behindertenchor trug Lieder vor. In diesem Jahr war die Aktion an die Jahreskampagne "Kein
Mensch ist perfekt" gekoppelt, mit der die Caritas für ein besseres Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung wirbt.
"Jeder Mensch ist ein Licht in dieser Welt", sagte Caritaspräsident Peter Neher, "kein Mensch muss perfekt sein".
In Freiburg hielten bei schönstem Spätherbstwetter zahlreiche Zuschauer inne, als der Rathausplatz um 17 Uhr im Licht von 2000 Kerzen
erstrahlte und die Kirchenband Cairos moderne Songs anstimmte. "Wir wollen mit dieser Aktion den Blick auf eines der ärmsten
Länder Lateinamerikas lenken", sagte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller. In Bolivien hätten Menschen mit
Behinderung kaum Zugang zu Gesundheitsversorgung, Förderung, Bildung oder gesellschaftlicher Teilhabe. "Aber wir schauen auch
auf die Menschen, die hier in Deutschland im Schatten stehen."
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| Ein Mädchen zündet in Münster eine Kerze an. |
| Foto: Caritasverband für die Diözese Münster / Harald Westbeld |
Zwar sei im Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung auch in Deutschland nicht alles gut, sagte die Reutlinger
Oberbürgermeisterin Barbara Bosch als Schirmherrin der Aktion, als der Reutlinger Marktplatz im Kerzenlicht erstrahlte. "Doch gerade angesichts der weltweiten Finanzkrise ist es wichtig zu erkennen, dass es Sorgen
und Probleme auf dem ganzen Globus gibt."
Als "sichtbares Zeichen, dass diese Menschen nicht vergessen sind", bezeichnete Domvikar Klaus Winterkamp, Vorsitzender des
Diözesancaritasverbandes Münster, die Kerzen, die in zwölf Städten der Diözese Münster angezündet wurden. Die Illuminationen zogen Tausende von Menschen an,
denen neben dem stimmungsvollen Bild in der Abenddämmerung ein breites Rahmenprogramm mit Musik und Gottesdiensten geboten
wurde.
Zum ersten Mal beteiligte sich der Caritasverband Tecklenburger Land an der Lichteraktion. Auf dem Vorplatz des Caritas-Altenwohnhauses
in Ibbenbüren zeichnen die Kerzen die Umrisse von Südamerika und darin die Boliviens nach. Dazu flackerte der Schriftzug "Bolivien", und
auf dem Rasen daneben leuchteten Kerzen, in Linien zusammengestellt, wie Lichtstrahlen.
Fast 400 Windlichter bildeten in Würselen bei Aachen einen leuchtenden Stern auf dem Vorplatz der Kirche St. Sebastian. 20 Helferinnen und Helfer mit und ohne Handicap
hatten im Vorfeld über einen Zeitraum von mehreren Wochen alle Windlichter individuell gestaltet. Sie hatten fast 400 Einmachgläser
mit Transparentpapier und Servietten verziert. Auch am Aktionstag selbst waren 25 Helfer und Helferinnen mit und ohne Behinderung vor Ort. Zum Anzünden der ersten Kerzen spielte der bolivianische Musiker Antonio Marco Ancasi Tarqui auf verschiedenen Instrumenten.
Er war begeistert von der Idee, seine Musik für sein Land einzusetzen.
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| In Würselen: Der bolivianische Musiker Antonio Marco Ancasi Tarqui war begeistert, dass er seine Musik für sein Land einsetzen konnte. |
| Foto: Esther Tulodetzki |
Einige hundert Kerzen flackerten im Schatten der Kirche St. Peter in Recklinghausen im Wind. In Form einer Spirale aufgestellt zogen sie buchstäblich Kreise und setzten ein hoffnungsfrohes Zeichen. Im Gottesdienst
in St. Peter gab es für viele, die gekommen waren, nur noch Stehplätze.
Auch an der St.-Josef-Kirche in Papenburg entzündeten zahlreiche Menschen zu den Tönen der Band "Windspiel" Kerzen für Menschen in Not. "Wir wollen mit unserer Aktion
auch daran erinnern, wie viel Gutes es in unserer Gemeinde schon gibt", sagte Gabriele Middendorf von der Caritas-Beratungsstelle
Papenburg, die gemeinsam mit dem Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer, dem Lukasheim sowie der Kirchengemeinde St.
Josef für die Aktion verantwortlich zeichnete.
"Eine Million Sterne" ist eine Kooperation von Caritas international mit deutschen Caritasverbänden, Diensten und Einrichtungn
und fand bereits zum fünften Mal statt. Jedes Jahr beteiligen sich mehr Organisationen an der schönen Lichteraktion, und immer
mehr Menschen werden dadurch aufmerksam auf den Einsatz der Caritas für Menschen in Not.
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| Ein Stern aus Sternen in Xanten |
| Foto: Caritasverband für die Diözese Münster / Harald Westbeld |
Übrigens: Nach der Aktion ist vor der Aktion, und damit sich alle Interessierten und Engagierten beizeiten vorbereiten können,
steht der Temin fürs nächste Jahr bereits fest: 10. November 2012 - bitte im Kalender vormerken!
Mehr Bilder von der Aktion in Freiburg finden Sie hier.
Einen Film aus Stuttgart können Sie hier sehen.
Hier kommen Sie zu einer Fotogalerie der Recklinghäuser Zeitung.
Hier finden Sie die Akteure und Veranstaltungsorte 2011 im Überblick.