Caritas für Caritas - Begegnungen in Kambodscha

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Begegnungen dort

Wo die positive Energie zu spüren ist

Mitarbeitende der deutschen Caritas treffen bei einer Kambodscha-Reise auf eine agile Caritas, die mit ihren Projekten vieles bewegt

Ein Land im Aufbruch, ein freundliches Volk; Menschen, die trotz dunkler Vergangenheit und aller Nöte der Gegenwart optimistisch in die Zukunft schauen: So lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Dialogreise von Caritas international im Dezember 2011 das südasiatische Land Kambodscha kennen. Dabei erwies sich die örtliche Caritas in verschiedener Hinsicht als ein Motor, der die Menschen antreibt und in die richtige Richtung bewegt.

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Gesundheitsprävention: Einmal monatlich gibt es auf dem Dorfplatz Unterricht in Fragen der Körperhygiene, Ernährung und Gesundheit.
Foto: Christian Scharf / Caritas international

Stationen der Reise waren die Hauptstadt Phnom Penh sowie Siam Reap und Battambang. Von dort aus besuchten die Delegationsmitglieder unterschiedliche Projekte, die von Caritas international unterstützt werden und sich zum Beispiel mit Dorf- und Gemeinwesenentwicklung beschäftigen, mit Gesundheitsvorsorge sowie Früherkennung und Frühförderung von Kindern mit Behinderungen, mit Entwicklung von Selbsthilfeinitiativen und Zukunftsperspektiven zur Bekämpfung von Armut, mit Inklusion von Menschen mit Behinderungen sowie mit Hilfe für AIDS-Kranke und HIV-Positive.

Aus aktuellem Anlass stand zudem die Nothilfe für die Opfer der jüngsten Überschwemmungen im Blickfeld der Besucher. Dabei fiel den deutschen Gästen besonders auf, dass alle kambodschanischen Projekte ausdrücklich auf eine Stärkung des Selbstbewusstseins und der Eigeninitiative von Betroffenen abzielten.

Der nächsten Flut vorbeugen

Etwa bei der Hilfe für HIV-Infizierte und ihre Familien: Erkrankte erhalten die notwendigen Medikamente und wenn sie in großer Armut leben auch Nahrungsmittel. Doch es geht auch um nachhaltige Verbesserung der Lebensperspektive. So sollen sie Wege finden, eigenständig Geld zu verdienen, etwa durch Aufbau eines kleinen Geschäfts oder Anlegen eines Gemüsegartens. 

Oder bei den Bauern, von denen viele durch Hochwasser ihre Existenz verloren. Die Caritas entwickelt Modelle zur Dorfentwicklung: Startkapital in Form von Reis zur Aussaat oder einer trächtigen Kuh, deren Kälbchen die Bauernfamilie später bei Rückgabe des Muttertieres behalten darf, ermöglichen den  Wiederaufbau einer Existenz. Flankierend dazu gibt es Hilfen, die Lebenssituation abzusichern - etwa durch gemeinschaftliche "Dorffonds", um Kapital für Notsituationen zurückzulegen, durch Aufwurf von Hügeln, um das Vieh bei Flut vor dem nächsten Hochwasser zu retten, und durch Ausstattung der Familien mit Booten, wenn sie in hochwassergefährdeten Gebieten ansässig sind. 

Keine Berührungsängste

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Nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe: Damit erwirbt sich die Caritas Kambodscha hohes Ansehen in der Bevölkerung und bei der Regierung.
Foto: Christian Scharf / Caritas international

Dass Caritas den Menschen ungeachtet ihrer Herkunft, Nationalität und Religionszugehörigkeit hilft, gilt in Kambodscha mit seinen über 90 Prozent Buddhisten ganz ohne Frage. Und Berührungsängste gibt es auch nicht. Im Gegenteil: Die Caritas hat in der Bevölkerung einen sehr guten Ruf.

Um die Rolle der Caritas als wichtiges Hilfswerk weiß auch die kambodschanische Regierung, die sich dementsprechend um Kooperation bemüht. Dies wurde bei einem Empfang der deutschen Delegation durch Dr. Seng Huor Tao, Regierungsmitglied und Senior Minister, sichtbar. Tao, zuständig für Fragen der Landwirtschaft und Entwicklung, lobte die Arbeit der kambodschanischen Caritas. Er  unterstrich, dass diese dabei auf Unterstützung durch ausländische Partner angewiesen sei.  Das Engagement der deutschen Caritas sei daher ganz im Interesse der kambodschanischen Regierung.

Dezember 2011

Christian Scharf



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