
So wird es einem auch nach der Pensionierung garantiert nicht langweilig: Die Liste der Ehrenämter, die Gerd Hilbing innehat,
ist lang. Der 68-Jährige ist seit kurzem Botschafter für Caritas international. Aber das ist längst nicht alles.
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| Gerd Hilbing mit seinem Enkel Lennard |
| Foto: privat |
Seit vielen Jahren ist Gerd Hilbing Vorstandsmitglied im Caritasverband für die Dekanate Ahaus und Vreden e.V. Außerdem ist
er Geschäftsführer der Aktion Familie in Not Vreden. Dieser gemeinnützige Verein, vor 20 Jahren von den Pfarrcaritasausschüssen
in Vreden gegründet, unterstützt hilfsbedürftige Menschen mit Spenden und arbeitet dabei eng mit der Caritaskonferenz, dem
Sozialamt der Stadt und dem SkF Vreden-Ahaus zusammen. Darüber hinaus ist Hilbing Vorstandsmitglied in der Senioren-Union
der CDU, Ehrenamtlicher Richter beim Sozialgericht Münster sowie Mitglied im AK Seniorenarbeit im Kreis Borken. Und er ist
als Seminarleiter beim Deutschland- und Europapolitischen Bildungswerk NRW e.V. tätig.
Von 1960 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2008 war Gerd Hilbing bei der Stadtverwaltung in Vreden und ab 1975 bei der Kreisverwaltung
Borken tätig, unter anderem im Kreisjugendamt bzw. im Fachbereich Soziales. Seit 1984 war er als Fachabteilungsleiter Pflege/Heimaufsicht
zuständig für die ambulante und stationäre Alten- und Behindertenhilfe.
Auch international engagiert sich der rüstige Rentner nicht erst, seit er Anfang 2012 Botschafter für Caritas international
wurde. So betreut er die kommunale Partnerschaft des Kreises Borken zum Landkreis Breslau im heutigen Polen. "Durch diese
Tätigkeit konnte ich im Jahr 2010 in Breslau ein Altenheim besuchen, das dem polnischen Caritasverband angehörte", erzählt
Hilbing. "Ich hatte die Idee, dieses Altenheim der Marienschwestern mit einem Altenheim des Caritasverbandes Ahaus in Kontakt
zu bringen und einen Pflegefachkräfteaustausch zu vermitteln." Leider sei das Projekt an ausbleibenden Fördermitteln gescheitert.
Spontane Spendensammlung im Gottesdienst in Marokko
Ein andermal hatte Hilbing mehr Glück. Im Januar 2012 lernte er ein marokkanisches Schulneubau-Projekt kennen, das nicht von
Caritas international finanziert wird. "Das Projekt habe ich direkt durch eine Spendensammlung in der Katholischen Kirche
St. Anne in Agadir/Marokko unterstützt", erzählt Hilbing in seiner zupackenden Art. "Ich war mit einer Gruppe von 60 Männern
und Frauen aus dem Kreis Borken in Agadir. Dort besuchten wir zweimal den Sonntagsgottesdienst in der St. Annen-Kirche. Als
Pater Père Gilbert Bonouvrie, SMA, in seiner Predigt vom Schulbauprojekt berichtete, spendeten alle Kirchenbesucher, insgesamt
etwa 250 Personen aus den verschiedensten Ländern Europas, einen erheblichen Betrag."
Als Botschafter für Caritas international wird Hilbing auch weiterhin Möglichkeiten haben, sich für Projekte in ärmeren Ländern
einzusetzen. Dabei hat der engagierte Sozialpolitiker erst vor drei Jahren vom deutschen Caritas-Hilfswerk erfahren. Das war,
als Mitarbeiter des Caritasverbandes Ahaus im November 2009 die Aktion "Eine Million Sterne" durchführten und für ein Caritasprojekt
Spenden sammelten. "An der Aktion im Folgejahr in meiner Heimatstadt habe ich dann selbst mitgewirkt", erzählt Hilbing. "Als
ehrenamtlicher Botschafter könnte ich in Zukunft meinen großen Bekanntenkreis über die Arbeit von Caritas international regelmäßig
informieren und zu Aktionen aufrufen", sagt er. Außerdem würde er gerne Caritas-Projekte in anderen Ländern kennen lernen.
In seiner Freizeit unternimmt Gerd Hilbing mit seiner Frau Radtouren durch die benachbarten Niederlande. Auch Urlaub macht
er gerne an der holländischen Nordseeküste. Er hat drei Kinder und zwei Enkelkinder.
Kontakt:
E-mail: hilbing@toschlag.de